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LEVEL FIELDS - 1104

VÖ: 14. Dezember 2018
Pure Steel Records

Gitarrist Marco Ahrens (Poverty's No Crime), Drummer Andreas Tegeler (Poverty's No Crime, Bleeding, Life Artist) Bassist Clint Arent (Autumn Hour), und Sänger Alan Tecchio (u.a. Hades, Watchtower, Heathens Rage, Autumn Hour) - da blitzen die Augen des geneigten Hörers und proggige Gedanken besiedeln das Kleinhirn. Tatsächlich ist "1104" sehr wohl als progressiv zu bezeichnen, nur nicht in übertrieben technischer Hinsicht - und das gefällt! Was die Herren können, wissen wir. Aber die Vier hauen offensichtlich "einfach mal so" ein sehr homogenes, vielschichtiges, spannendes und angenehm zugängliches Album raus. Viele Einflüsse wurden von Alan Tecchios Neunziger-Spielwiese Non-Fiction herübergetragen. Dazu gesellen sich latente Züge aus Thrash, Prog und US Metal und am Ende kommt immer wieder ein richtig starker, (auch) ganz für sich allein auftrumpfender Song heraus. Davon kredenzt man uns aber acht Stück! Mal kurz und knapp wie ein schnittiger Flitzer mit offenem Verdeck ("Remarquezable"), mal wie ein richtig kraftvoller Doom-Koloss ("Growing Old"). Ein Titel wie "Get Over It" ist ebenfalls passend umgesetzt - das an eine unbestimmte Person gerichtete "komm drüber hinweg" wird erst mit ruhigem Zureden vorgetragen und wenn der Angesprochene nicht einlenken will, muss man halt ausflippen. Sehr amüsant sind die Zwischentöne in "Womb To Tomb", wenn Alan die Wörter "Poverty's No Crime" verwendet und Marco Ahrens ganz beiläufig ein Teil-Riff aus Non-Fiction's "My Way" einarbeitet. Das Grundprinzip auf "1104" bleibt aber immer das Selbe. Ein fettes, punktgenau groovendes Rhythmus-Fundament, starke Gitarrenarbeit und Alan Tecchio (aktuell 52 Jahre jung) "wieder" mit einer gesanglichen Glanzleistung. Und unter uns - der Titelsong strahlt am Schluss sogar noch ein klein wenig heller …
Fazit: "Einfach mal so" ist meistens doch am besten, gerade, wenn du dir selbst nichts beweisen musst. (sw)

8/10