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LUCIFERICON - Al-Khem-Me

VÖ: 05. Oktober 2018
Invictus Productions

Unbeschriebene Blätter sind die Musiker von Lucifericon nicht, sind/waren sie bereits in einigen Bands unterwegs. Wirksamstes "Namedropping" dürften die niederländischen Pentacle sein, bei denen Gitarrist Alex Verhoeven (Bruder von Pentacle-Urgestein Mike Verhoeven) seit Anfang der 2000er mitlärmt. Lucifericon verpflichten sich ebenfalls dem Death Metal, blasen charakterlich aber am ehesten in das Horn, welches Degial und Konsorten mal zur Party mitbrachten. Der schwarze Anteil ist dabei eine Fussnote und bricht nur bei den Vocals auffällig durch. Auch bleibt alles bei aller Brutalität gut nachvollziehbar und (nicht zu) straight, so dass rasante Geschosse wie "Inside The Serpent's 'I'" oder "Succubus Of The 12th Aether" trotz Abwechslungsreichtum gut zugänglich bleiben, mit dem Titelsong als kleiner Kirsche. Mit "Intrinsinc Being" bedient man etwas deutlicher die Morbid Angel/Degial-Basis, "Flesh Unto Void, Void Unto Flesh (The Twofold Gate)" kontert mit einer derben Old School-Schlagseite und einem Riff im alten Massacre-Stil. Spannend wird es bei "Szin-Niaq-Sa" und "Azothoz: The Alpha & Omega Of Zoa Azoa" (ihr merkt schon, Morbid Angel haben auch woanders Spuren hinterlassen…), die tempomäßig gezügelter daher kommen, aber das Gefühl verbreiten, die Band würde gerade hier noch heavier werden. "Sevenfold" rollt/stapft/walzt sogar richtig bedrohlich gen Ende.
Nach zwei EPs (2012 + 2016) ein ansprechendes Debüt, auf dem keine EP-Tracks recycelt wurden. In Zukunft darf das eigene Gesicht bitte noch mehr geformt werden, aber für hier und jetzt ist das stark und wird live mit Sicherheit ordentlich Sitzfleisch treten. (sw)

7,5/10