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MAAT - As We Create The Hope From Above

VÖ: 23. Mai 2014
Aural Attack

Wenn sich eine Band mit "Egyptian Death Metal" betitelt, kommt sie an Vergleichen mit Nile nicht vorbei, ob sie nun will oder nicht. Aber zumindest haben sie Recht, wenn sie selbst von einer "eigenen Herangehensweise" sprechen. Vielleicht bedienen sich Maat manchmal ähnlichen Tönen/Tonfolgen, die an Karl Sanders & Co. erinnern mögen, in dem Zuge müsste man aber eigentlich auch Behemoth mit ins Boot holen. Genug der wilden Spekulationen, denn dieser höllisch viehische Death Metal kennt nur zwei direkte Richtungen: erst nach vorne und dann sechs Fuß tiefer. Das Berliner Quintett - gesegnet mit einem derben Soundlodge-Sound - walzt wirklich alles platt, was sich ihm in den Weg stellt. Das geht zwar auch mal mit grooviger, angezogener Handbremse ("Preservation Of My Immortal") oder auf Exkursion in dunklere Katakomben ("In Shoals"), aber vornehmlich wird hier Blastbeat-geschwängert so manche Pyramide zu Klump geschlagen. Dabei werden hier (um dem obigen Vergleich noch mehr Wind aus den Segeln zu nehmen) keine progressiven Wettbewerbe angezettelt und Viervierteltakt ist eh besser für den Nacken. Straight und auf die Fresse muss es sein. Einen Originalitätspreis werden Maat mit "As We Create The Hope From Above" zwar nicht gewinnen, aber wenn ich mich so an die letzten Jahre erinnere, können sich die Berliner mit ihrem Debüt ohne Bedenken auf die Verfolgungsjagd nach Purgatory, Bodyfarm oder Obscenity machen. (sw)

7,5/10