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MAAT - Monuments Will Enslave

VÖ: 03. März 2017
Aural Attack

Die Band Maat ist mir das erste Mal vor ca. drei oder vier Jahren unter die Ohren gekommen. Damals waren die Berliner noch ein echter Geheimtipp und hatten auch noch kein vollständiges Album veröffentlicht. Lediglich ein paar YouTube-Videos und eine EP geisterten umher und ich persönlich hatte von der Truppe nur durch klassische Mund zu Mund Propaganda Wind bekommen. Die Veröffentlichung des ersten Langspielers bekam ich dann allerdings auch nicht mehr mit, weil mir, wie so oft, anderes in den Ohren herumschwirrte und Maat dann unbeabsichtigt in Vergessenheit gerieten. Bis mir dann nun das neue Album "Monuments Will Enslave" in die Finger geraten ist.
Der außergewöhnliche Death Metal Sound mit starkem ägyptischen Flair hat einen ganz besonderen Charme und einen starken Wiedererkennungswert. Dabei werden nicht bloß Genre-Kollegen wie Nile und Melechesh kopiert, sondern ein sehr eigener Stil verfestigt. Im Gegensatz zu Nile ist das ägyptische Thema instrumental stärker verfestigt, ähnlich wie Melechesh das handhaben, der Grundsound geht aber nicht in den Black Metal, sondern fährt ganz klar auf der Todesblei Schiene und rückt damit wieder etwas näher zu Nile. Allerdings lassen sich Maat noch am ehesten mit Vader vergleichen, zumindest ist das ein guter Anhaltspunkt, wenn man Maat irgendwo einordnen möchte. Der Vergleich hinkt auch keineswegs, schließlich gibt die Band selbst an, maßgeblich von polnischen (Death) Metal Bands beeinflusst zu sein. Die Songs bewegen sich durch die Bank weg in einem gewaltsam stampfenden Midtempo-Bereich, bedienen also eher nicht die Hochgeschwindigkeits-Fraktion - macht aber überhaupt nix, scheppert trotzdem richtig amtlich. Wer also Bock auf Todesblei der polnischen Schule mit agyptischem Gedudel hat, der ist hier absolut richtig. Ich für meinen Teil feiere es und kann mich kaum satthören! (cl)

9/10