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MACBETH - Neo-Gothic Propaganda

VÖ: 21. Februar 2014
Dragonheart

Es wird einem manchmal wirklich nicht leicht gemacht, halbwegs unvoreingenommen an ein Album heranzugehen. Doch bei einem solch seltendämlichen Titel wie "Neo-Gothic Propaganda" (toppt sogar noch das 2007er "Superangelic Hate Bringers") und einem Coverartwork zum Fremdschämen - eine Schlange auf einer blauen Rose - ist man hin und wieder halt einfach machtlos.
Die Italiener Macbeth - seit fast 20 Jahren aktiv - ließen sich für ihr fünftes Album ganze sieben Jahre Zeit. Herausgekommen ist ein recht zwiespältiges Ergebnis. Rein musikalisch hat "Neo-Gothic Propaganda" durchaus so seine Momente. Der Gothic Metal der Italiener rutscht hin und wieder etwas in skandinavische Melodic Death Metal Gefilde, was dem allgemeinen Härtegrad durchaus ganz gut steht. Doch das täuscht nun auch nicht darüber hinweg, das trotz aller technischen Fähigkeiten, die ich der Band durchaus attestiere, die Titel als solches durchweg völlig banal und austauschbar sind. Das eigentliche Problem hört allerdings auf die Namen Andreas und Morena. Dabei ist seine Stimme mitunter so gruselig weinerlich, dass es einem förmlich die Schuhe auszieht und man um Erlösung betteln möchte und ihre Stimme erfüllt einmal mehr sämtliche Klischees einer typischen Sängerin in diesem Genre. Kraftlos und dünn, wie ein beliebiges Pop-Sternchen aus dem Radio und noch dazu mit Auto-Tune regelrecht zugekleistet, dass man ihr eigentliches Talent (falls vorhanden) ohnehin nur sehr bedingt erkennen kann. Verglichen mit den Kollegen und Landsleuten von Lacuna Coil sind Macbeth Lichtjahre schlechter. Eine komplett irrelevante Veröffentlichung. (maz)

5/10