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MACHINE HEAD - Machine Fucking Head Live

VÖ: 09. November 2012
Roadrunner Records

Neun Jahre seit dem ersten Live-Album "Hellalive" und mit "Unto The Locust" ein Hammeralbum in der Hinterhand, macht ein neues Live-Album von Machine Head auf jeden Fall Sinn. Und Oakland's Vorzeige-Thrasher machen auf "Machine Fucking Head Live" hörbar alles richtig. Ich frage mich ernsthaft, ob die Herren Flynn, Demmel, Duce und McLain erst volltrunken auf die Bühne gehen müssen, um "Fehler" zu machen. Sie sind brillante Musiker, zeigen dies ohne Ego-Touren und lassen massig Luft für ein Live-Feeling, welches auch im heimeligen Wohnzimmer bis in die letzte Faser zu spüren ist. Die furiosen Solo-Duelle von Robb Flynn und Phil Demmel, der geteilte Gesang zwischen Flynn und Basser Adam Duce bei "I Am Hell" - das sind nur zwei Dinge, die schon beim ersten Durchlauf mit ihrer Live-Dynamik den Hörer wünschen lassen, er wäre dabei gewesen. Wäre er das, hätte er zusammen mit dem bestens eingefangenen Publikum die allgegenwärtigen "Machine Fucking Head"-Rufe mit geschmettert. Was gibt es noch zu sagen? Die Setlist hat ihren Schwerpunkt auf den letzten drei Alben (das übermächtige "Unto The Locust" regiert mit satten fünf Songs), wobei überraschende ("Bulldozer") und unvermeidliche Ausflüge in die Vergangenheit ("Davidian") natürlich dazu gehören. Der Sound ist phänomenal, trotzdem nicht zu perfekt, so dass Vermutungen über studio-technische Nachbearbeitung erst gar nicht aufkommen. Eine kleine Korrektur bezüglich des "wo" hätte aber vielleicht doch gut getan. Denn die meisten Aufnahmen scheinen laut Robb Flynn's Anfeuerungen aus Manchester zu kommen - ein kleiner Faux-pas ist aber bei "Locust" unterlaufen, wo er in der Ansage Glasgow anspricht und während des Songs wieder bei Manchester ist … wenn das mal keinen Ärger gibt … (sw)

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