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MACHINE HEAD - The Blackening

VÖ: 23. März 2007
Roadrunner Records

Ich verneige mich in Ehrfurcht! Sind das die Machine Head, deren Debüt "Burn My Eyes" (1994) zusammen mit Pantera's "Vulgar Display Of Power" (1992) die Grundsteine allen Korn-Metals oder Metalcores legten?! Der musikalische Quantensprung, der den Jungs hier gelungen ist, lässt sich fast mit dem von Metallica vergleichen, als "Master Of Puppets" das Licht der Welt erblickte. Die Erklärung dessen ist dabei so simpel. Machine Head haben alle ihre Stärken auf ein Maximum hochgeschraubt und nageln hier acht Monumental-Thrash-Epen in die Rillen, bei denen so mancher Nachwuchsprollo in Tränen ausbrechen wird, weil er es nicht mal schafft, nur einen Song solchen Kalibers zu schreiben. Ganze vier Mal bewegt man sich sogar im 10-Minuten-Bereich, doch von Langeweile ist zu keiner Sekunde etwas zu spüren. Dafür gibt es hier einfach zu viel zu entdecken. Und obwohl die Band von ihrer Durchschlagskraft rein gar nichts eingebüsst hat, überrascht sie den Hörer trotzdem immer wieder mit einem Melodienreichtum, welches ich der Band nie im Leben zugetraut hätte. Dreh- und Angelpunkt ist hier die überragende Gitarrenarbeit der Herren Flynn und Demmel, die fast schon wie selbstverständlich die irrwitzigsten Leads, Riffs und Soli durch die Botanik schiessen. Genau der richtige Teppich für einen wie entfesselt schreienden, singenden, wimmernden Robb Flynn, der hier über sich hinaus wächst.
Ich könnte noch Seiten schreiben, doch eine Tatsache steht schon nach dem ersten Durchlauf fest. Machine Head haben sich hier selbst übertroffen. Das macht "The Blackening" zum mit Abstand ausgereiftesten Werk des Oakland-Vieres. Ich glaube, von diesem Album wird man noch ganz lange sprechen. (sw)

9/10