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MACHINEMADE GOD - Masked

VÖ: 24. August 2007
Metal Blade

Das sind Machinemade God? Also genau jene Band, deren Debüt "The Infinity Complex" (2006) zwar nicht wirklich schlecht war, aber doch irgendwo im arg ausgereizten Metalcore-Sumpf vor sich hin dümpelte? "Masked" - also Album Nr. 2 - macht im direkten Vergleich zu seinem Vorgänger nicht nur einen Schritt nach vorne, sondern einen riesigen Sprung und zieht sogar an einigen deutschen Kollegen vorbei!
"Masked" bietet alles das, was diese Musikrichtung - Metalcore mit ordentlicher Schwedentod-Schlagseite - ausmacht: Brutale Riffs mitten in die Fresse, starke Melodien und Grooves, fettes Drumming, und einen Wechselgesang zwischen Fronter Florian Velten (Growls) und Gitarrist Sky Hoff (clean), der seinesgleichen sucht. Gerade die Stimme von Sky Hoff ist so verdammt mitreißend und klar - da kann sich so manche andere Band sicherlich noch eine Scheibe von abschneiden. (Nicht nur) der erstklassige Opener "Forgiven" zeigt eindrucksvoll das ganze Können dieser Band.
Nun bietet "Masked" aber weit mehr als das, was in dieser Form von jeder anderen Kapelle eh schon ausgiebigst zelebriert wird, denn der Ruhrpott-Fünfer kann auch mit etwas ungewöhnlicheren Ideen punkten: Sei es mit zwischenzeitlichen instrumentalen Verschnaufpausen, akustischen Gitarren oder teils orchestralen Arrangements. Und ähnlich wie zuletzt bei Fear My Thoughts oder Trivium scheut man sich auch nicht vor reinen Instrumental-Songs wie "Who, If Not Us?" oder "And Even Though You're Gone ...".
Machinemade God ist eine Band, die man zukünftig defintiv im Auge behalten muss und die mal eben so nebenbei ein absolut erstklassiges Album abgeliefert hat. Respekt! (maz)

8,5/10