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MAEL MÓRDHA - Manannán

VÖ: 14. Mai 2010
Grau Records

Aus dem Umfeld von Primordial kommen die seit über zehn Jahren existierenden Mael Mórdha. Ein paar Male wurde aus ihrem Lager auch schon ein Live-Ersatz-Musiker für die Kollegen gespendet. Im Gegensatz dazu ist es aber die Herkunft, die einen Vergleich mit Alan & Co. leider unvermeidbar macht, da das irische Herz nur einen Weg kennt: Leidenschaft, Ehrlichkeit, Heimatverbundenheit. Doch Mael Mórdha sind trotzdem anders. Zum letzten Male nehme ich den Vergleich mit Primordial, weil die bloße Reduzierung darauf schlichtweg unfair ist. Doch dann bitte mit kauzig-doomiger Atmosphäre à la The Gates Of Slumber kreuzen und kräftig umrühren. Nennt sich "Gaelic Doom Metal" und hat so viel Tiefgang, wie schon lange nicht mehr gehört. Großtaten wie "The Summoning" (mit dezent altem Rock Feeling und Doom/Black Metal-Abschluss) oder das mit Epic Metal Einflüssen angereicherte "A Nation In Ruins" sind nur die Spitze des dritten Longplayers. Und alles wird überzogen mit der Seele irischer Klagelieder und einem abwechslungsreichen Doom-Gewand. Selbst die zeitweise eingesetzte Flöte passt perfekt, denn sie muss eben nicht fröhlich piepsen, um schön zu klingen.
"Manannán" wächst mir mit jedem Durchlauf mehr und mehr ans Herz. Freunde von Primordial müss(t)en diese Band kennen und aufgeschlossene Doom/Epic-Fans sollten ganz dringend zuschlagen. Hier entgeht ich euch sonst was! (sw)

8,5/10