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MAGIC CIRCLE - Journey Blind

VÖ: 20. November 2015
20 Buck Spin

Netter Name - hoffentlich kommt keine Post von Joey DeMaio's Anwälten … zumindest können diese Jungs eventuelle Vorurteile durch die Namensassoziationen mit ansprechender Mucke sofort vom Tisch fegen. Der Kreuzüber, den Magic Circle mir hier auftischen, ist ziemlich interessant. Sie sind nicht "True Metal" genug, um nur dieses Käufer-Klientel anzusprechen, haben aber eine ansprechende (fast schon Proto) Metal-Kante, um einem Headbanger zu gefallen. Sie sind nicht Hippie genug, um mir sofort auf die Nüsse zu gehen, obwohl nicht wenige Querverweise zur ansprechenden Black Sabbath-Frühphase vorhanden sind. Wer will, darf auch St. Vitus oder Trouble hineininterpretieren. Aber reiner Doom ist es auch nicht, dafür ist die Chose viel zu dynamisch (fast schon Punk-mäßig) umgesetzt. Die großen Epic-Götter sind sie aber auch nicht. Dennoch scheinen sie sich da am wohlsten zu fühlen, wenn man sich ein paar Zitate aus der Black Sabbath-Dio-Ära vor Augen führt. Mit "Grand Deceivers" und "A Ballad For The Vultures" zeigen sie zumindest ihre offensichtlichsten Vorlieben. Der Clou ist, "Journey Blind" wird trotzdem nicht langweilig, wenn man vom Schlusslicht "Antediluvian" absieht, welches ich als "okay" absegne.
Irgendwie passt der Bandname also doch, da die ausgewählten Stil-Töpfe auch eine Art magischer Zirkel sind. Dementsprechend hat "Journey Blind" etwas von einer Huldigung, die nie zu offensichtlich erscheint. (sw)

7,5/10