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MAGICA - Dark Diary

VÖ: 28. Mai 2010
AFM Records

Bisher war ich immer der Meinung, dass ich musikalisch so tolerant und gutwillig bin, dass ich jeder noch so zweifelhaften CD durchaus auch positive Seiten abgewinnen kann. Leider habe ich mich da getäuscht ...
"Dark Diary" ist bereits das fünfte Album der rumänischen Truppe Magica um Sängerin Ana Mladinovici - also einmal mehr eine Band mit Frauengesang. Damit habe ich ja prinzipiell absolut kein Problem, aber was die Truppe hier abliefert ist schlicht und einfach nichts. Ihre Einflüsse sieht die Band bei Rhapsody, Nightwish und Helloween - im Pressetext tauchen sogar Kamelot auf. Zweifelsfrei die Übertreibung des Jahres. Magica sind leider meilenweit von jeglicher Qualität oder songschreiberischer Klasse entfernt. Die Riffs sind dünn, die Songs sind banal, langweilig, manchmal sogar unfreiwillig komisch und Sängerin Ana quieckt sich mit ihrem dünnen Organ übelst penetrant ins Ohr. Wäre "Dark Diary" das Debutalbum einer neuen Band, könnte man vielleicht noch über einige der vielzähligen Schwächen hinwegsehen, aber für das fünfte Album einer Band, ist das hier abgelieferte nicht einfach nur zu wenig, es ist fast schon eine Frechheit. Falls vereinzelt mal gute Ansätze auftauchen, werden diese umgehend wieder zunichte gemacht. Sämtliche Songs auf dem Album zünden wie nasse Streichhölzer. Auf der limitierten Digipak-Version findet sich als Bonustrack sogar noch eine Coverversion: "Victory" von Running Wild - aber das bleibt mir zum Glück erspart. Ich frage mich wirklich, wer diese CD kaufen soll!? (maz)

4/10