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MARDUK - Viktoria

VÖ: 22. Juni 2018
Century Media

Mir wurde von Seiten der Band erst kürzlich versichert, dass man nur "Lovesongs" schreiben würde. Natürlich gibt es bei herzzerreißenden Titeln wie "Werwolf", "Equestrian Bloodlust" oder "Tiger 1" daran auch keinerlei Zweifel. Die Frage, welche nun im Raum steht, ist eher die, ob die Nummern auch direkt die Seele berühren? Die Antwort ist recht simpel: Sie schlagen da ein, wo es schmerzt!
Die durchgeknallten Schweden, mit dem leichtem Hang zur Provokation, pfeifen einem 33 Minuten lang neun Granaten um die Ohren, die absolut zielsicher alles pulverisieren, was sich nicht bei Drei im Wüstensand vergraben hat. Während der erste Tagesangriff ("Werwolf") sogar mit dicker Punk-Note daherkommt, geht man danach direkt steil und zerlegt das Schlachtfeld in seine Einzelteile. Wenn Sänger Mortuus kongenial Melodieläufe mitröhrt, kommen einem Freudentränen - genau so geil ist das Panzerdrumming von Trommelvieh Fredrik Widings. Total irre, der Typ! Bei aller Raserei schaffen die Männer um Chef Hakansson es dennoch, einen hohen Wiedererkennungswert in ihre Schlachtplatte zu integrieren und das macht "Viktoria" so geil. Hier und da wird etwas Tempo aus dem Silberling genommen. Das erzeugt Spannung und eine gewisse Vorfreude auf den nächsten Frontalangriff. Auch soundtechnisch kommt man hier sehr geschmeidig um die Ecke - klar aber nicht klinisch. Marduk machen hier einfach total Bock und zeigen, dass weiterhin mit ihnen zu rechnen ist. Black Metal. Schwarz. Schnell. Kompromisslos. ENDE! (oem)

9/10