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METAL INQUISITOR - Panopticum

VÖ: 18. Januar 2019
Massacre Records

Sich über fünf Jahre Wartezeit aufzuregen, ist völlig unnütz, wenn dabei abermals eine Heavy Metal-Ehrerbietung reinsten Wassers herauskommt. Auf die Koblenzer Qualitätslieferanten Metal Inquisitor kann man sich eben verlassen. Wenngleich ich auf ganz persönlicher Ebene anmerken möchte, dass "Panopticon" nicht ganz an den Vorgänger "Ultima Ratio Regis" heranreicht. Diskussion zwecklos - ist einfach ein Gefühl, welches auch nach mehrmaligem Nebeneinanderhören nicht verschwinden will. Und dabei fährt der nunmehr fünfte Longplayer wieder amtlich auf. Die NWOBHM-Fanatiker werden speziell die sich rhythmisch in einem engen Bereich austobenden Uptempo-Nummern "Free Fire Zone", "Change Of Front", "Beyond Nightmares" (sticht heraus) und "War Of The Priest" abfeiern. Speedfreaks wie meine Wenigkeit, lassen den Nacken nur allzu gerne bei "Trial By Combat", "Shock Tactics" (jau!) und "Discipline And Punish" krachen und ich behaupte mal frech, das Riffing hier irgendwie "pfiffiger" zu erleben. Oder ich bilde mir das nur ein. Richtig gut ist wieder die Produktion geworden - das drückt, das pumpt, ist dabei trocken und erschlägt nicht. Ja, so muss das! Ein Extralob für das knapp achtminütige "Re-Sworn The Oath", welches eben nicht den "Fehler" macht, in das derzeitige Epic Metal-Horn zu blasen. Und danach noch mit dem rockigen "Scent Of Fear" durch das dunkle Auditorium grooven, in dem sich das "Mascot" auf dem Cover befindet.
Also was soll's. Dann finde ich den Vorgänger eben etwas stärker. Es gibt kaum Bands, die permanent Überflieger produzieren. Metal Inquisitor hingegen haben einfach den speziellen Dreh raus, wo andere mit den gleichen Zutaten eher abgedroschen und zu plakativ klingen - und das seit jeher. Und solche Bands sind heutzutage eine Seltenheit, die es weiterhin zu schätzen und zu würdigen gilt. (sw)

8,5/10