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MINDWARS - Do Unto Others

VÖ: 13. April 2018
Dissonance Productions

Die völlig unterbewerteten Holy Terror mit ihren beiden Kult-Alben "Terror And Submission" (1987) und "Mind Wars" (1988) habe ich selbst erst letztes Jahr kennenlernen dürfen und habe sie sofort lieben gelernt. Somit war mir natürlich auch entgangen, dass Gitarrist Mike Alvord mit Mindwars (wie passend) seit 2013 eine neue Band am Start hat und mit "Do Unto Others" (nochmal passend - ein Holy Terror-Song hieß ja auch so) das bereits dritte Album vorlegt. Dementsprechend lasse ich mal große Vergleiche zur Vergangenheit außen vor und habe vor mir ein durchweg gelungenes, wenn auch nicht vollends überragendes Thrash Metal-Album der alten Schule. Im Ernst - das Herz schlägt sofort höher, wenn man das furztrockene Riff nebst Doublebass-Start des Openers "The Fourth Tuning" um die Ohren geknallt bekommt. Im weiteren Verlauf fällt besonders auf, wie - im positiven Sinne - abgeklärt Alvord und seine beiden Mitstreiter hier vorgehen und ihre teils düsteren Thrasher abfeuern. Rifftechnisch zwar nicht immer allererste Sahne, weswegen ich zu Beginn von "I Am The One" auch eine kurze "Am I Evil?"-Verwirrung im Kopf habe. Aber gegen Songs wie "Blacklisted", "Allegiance Of Death", "Wall Of Fire" (etwas schräg, aber irgendwie cool), "Peace Through Violence" oder "Take It All Away" kannst du als Old School Thrash Fan echt nix sagen. Die Frage, ob Holy Terror-Vergötterer hier auch im Dreieck springen werden, kann ich hingegen nur zum Teil beantworten. Andere Zeit - andere Vibes. Zumindest war damals Kurt Kilfeld (ex-Agent Steel) der Hauptsongwriter und den Unterschied höre ich auch ohne dabei gewesen zu sein. Nichtsdestotrotz - der Thrash-Fan kann/darf/wird zugreifen! (sw)

8/10