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MORTILLERY - Shapeshifter

VÖ: 27. Mai 2016
Napalm Records

Als Thrasher hat man es diesen Monat nicht leicht. Neue Alben von Destruction, Death Angel, Assassin oder Flotsam and Jetsam, da wird es nicht leicht für die Kanadier Mortillery, sich den Zuhörern aufzudrängen. Und als wollte es die Band jedem zeigen, dass sie eine gut Wahl ist, ballert sie von Anfang bis Ende aus allen Rohren. Sängerin Cara McCutchen faucht und schreit sich dermaßen die Seele aus dem Leib, dass ich genötigt bin, das Wohnzimmerfenster zu schließen, als ich merke, dass das Nachbarskind anfängt zu weinen, obwohl ich finde, dass hier weniger mehr wäre, denn die Gute kann nicht nur aggressiv shouten, sondern auch richtig gut singen und wenn sie das abwechselnd zum Besten bringt, gewinnen die Songs um ein Vielfaches in meinen Ohren.
Die Gitarren riffen echt alles zu Kleinholz und wenn ich den Drummer höre, habe ich echt keinen Bock mehr, zum Üben in den Keller zu gehen. Natürlich ist man Bay Area beeinflusst, allerdings schimmern hier auch Hardcore und Punk Einflüsse durch, die dafür sorgen, dass sich das Energielevel immer am Anschlag befindet und einem kaum Zeit zum Luftholen lassen, was allerdings dann mit zunehmender Dauer ein wenig ermüdend wird. Meine Anspieltipps: "Black Friday", "Torture" und "At The Gates". (tf)

7,5/10