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MOSCOW DEATH BRIGADE - Boltcutter

VÖ: 26. Januar 2018
Fire and Flames Music

Moscow Death Brigade höre ich nun mittlerweile schon seit fünf, sechs Jahren oder so. Ich habe das Rap-Duo schon auf Demos, Festivals und in kleinen Clubs gesehen. In den letzten Jahren wurden die Jungs nun immer bekannter. Moscow Death Brigade ist eine der seltenen Bands, die ich aus dem Rap-Bereich höre, haben aber bisher auch immer mit Punk- und Hardcore-Elementen gearbeitet. Bisher.
"Boltcutter" startet mit dem Song "Renegade Stomp", der für mich gefühlt wie irgendein Hardstyle-Trance-Scooter-Song anfängt. Darauf stößt dann das hardcorelastige Geshoute "Renegade Stomp" - und der Song beginnt sich zu entfalten. Ich bin erstmal baff und warte die nächsten Songs ab. Jeder weitere baut auf diversen elektronischen Beats auf. Keine Ahnung, was da alles für Subgenres aufeinander treffen. Teilweise recht eingängig, dann soft und dann wieder solche Dinger, bei denen man sich denkt, hier wird gerade eine Disco aus den 90ern auseinander genommen. Die Vocals sind gewohnt richtig gut. Mit hartem russischem Akzent wird zu den Beats derbe gegroovt und immer wieder gibt es Phasen, bei denen man über die Geschwindigkeit staunt. Musikalisch sehr entspannt, aber dafür vom Text eine derbe Wucht, ist "Anne Frank Army Pt. II", welcher wieder zeigt, warum ich die Band so gut finde. Jetzt weiß ich erstmal nicht, was ich denken soll. Musikalisch komme ich nicht so wirklich ran, aber von den Vocals und Texten her, ist alles gewohnt geil. So lasse ich ein paar Tage verstreichen und höre mir es nochmal an und gleich nochmal und nochmal und es wird immer besser, bis ich es immer wieder höre, weil ich nicht genug bekomme. Teilweise wundere ich mich immer noch, zu was für einer Mucke ich da mittlerweile abgehe. Aber die Kombination mit diesen Vocals ist schon überaus fett. Was will man mehr, als eine Band, die einem den Horizont erweitert. (kdz)

8,5/10