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MOTOROWL - Atlas

VÖ: 27. Juli 2018
Century Media

Manchmal muss man einen Schritt zurück machen, um einen Schritt vorwärts zu kommen. Die erste Veröffentlichung von Motorowl, "Om Generator", von niemand Geringerem als Dan Swanö produziert, war klar im Doom Metal verhaftet. Mit "Atlas" bewegt man sich nun in andere Gefilde. Als Einflüsse werden Black Sabbath, Pentagram, Opeth, aber auch die deutschen Krautrockhelden Kraan und Guru Guru genannt. Max Hemmann, Gitarrist und Sänger der Band, nennt noch Iron Maiden als Einfluss. Die Besinnung auf alte Helden der Rockmusik, hat, wie ich finde, die Band klar einen Schritt nach vorne gebracht, ihre Musik interessanter gemacht. Die aus dem Doom bekannten schweren Gitarrenriffs bleiben als Grundgerüst erhalten, werden aber durch die allgegenwärtige Hammondorgel und andere Zutaten belebt. Eingestreute Instrumentalteile wie in "The Man Who Rules The World" gehen ins Sphärische, ohne jedoch zu langweilen oder frickelig zu werden. Der Chorus des Songs ist ohrwurmverdächtig gut. So bleiben Grundzutaten des Doom Rock, auch mal dessen typische Langsamkeit, hinzukommen aber Einflüsse aus dem Hardrock und Elemente aus dem Krautrock. In Summe eine gute Mischung, die ohne Längen sehr gut ins Ohr geht. Die Rückbesinnung auf alte Helden macht in diesem Kontext Sinn. Weiter so. (stl)

8/10