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MOURNFUL CONGREGATION - The Incubus Of Karma

VÖ: 23. März 2018
Osmose Productions

"The Indwelling Ascent" heißt der erste Song dieser Scheibe, eine melancholische Melodie, Trommelschläge und irgendwann setzt eine zuversichtlich klingende Gitarre ein. Da er nur geradezu lächerliche drei Minuten (jedenfalls für dieses Album) lang ist, sehe ich das mal als Intro an. Mit dem fünfzehn Minuten langem "Whispering Spiritscapes" gehen die Australier in die Vollen. Nichts ist mir mehr zuwider, als heller, klarer Frauengesang und weil hier genau das Gegenteil geboten wird, haben Mournful Congregation mich total auf ihrer Seite. Extrem tiefer, dunkler und zäher Gesang, mit Macht hervorgebracht von Damon Good, ein Break und die zweite Stimme, gesungen von Tim Call, setzt ein, etwas heller und beschwörend, ganz großes Kino. Die Saitenfraktion könnte in diesem Lied allerdings ruhig etwas schwerer und langsamer arbeiten. "The Rubaiyat" erfüllt meine Erwartungen, orchestraler Beginn, ein drückender, schön doomiger Song, der Spannung aufbaut und lange instrumentale Parts beinhaltet. "The Incubus Of Karma" ähnelt dem ersten Lied und ist ebenfalls komplett instrumental. Bei "Scripture Of Exaltation & Punishment" kommt Damon endlich wieder ausgiebiger ans Mikro und verdüstert die Welt. Die Gitarren schwenken ins Bedrohliche und bringen zum Ende hin geradezu Munteres hervor. Mit dem letzten Stück erklimmt die Band in jeder Hinsicht den Thron, 22 Minuten lang werden die Saiten massiv beackert, prägnante Gitarrenriffs rausgehauen und über Sänger Damon fällt endgültig der Gruftdeckel zu. Ich will es mal folgendermaßen ausdrücken, die Gitarren sagen: "Ist doch alles gar nicht so schlimm", aber der Sänger schreit: "Ab in die Hölle!". (st)

7,5/10