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NACHTVORST - Silence

VÖ: 14. Mai 2012
code666

Vor drei Jahren haben Nachtvorst ihr Debütalbum "Stills" rausgebracht und nun folgt "Silence". Wobei von Stille eigentlich keine Rede sein kann, und die Musik einfach als "experimentellen Black Metal" zu bezeichnen, wäre geradezu eine Beleidigung. Der erste Song "The serpent's Tongue" beginnt doomig und instrumental. Im Verlauf kommen dunkler Gesang und bedrohlich wirkende Gitarrenriffs dazu und auch kurze Kreischgesangseinlagen. Dann kippt die Musik. Es wird wieder langsam und melodisch, um dann aber doch wieder Tempo aufzunehmen und am Schluss mit Klavierspiel zu enden. Dieser Song dauert zwölf Minuten! "After" und "... Before" sind mit knapp drei Minuten wesentlich kürzer, fast komplett gesangslos und geradezu besinnlich. "Nightwinds", "Gentle Notice Of A Final Breath" und "A Way Of Silence" ähneln dem Opener und sind angefüllt mit doomigen, extrem atmosphärischen, instrumentalen Parts, immer wieder ansteigend und gipfelnd in schwarzmetallischem Wechselgesang und schnellem Midtempo.
"Silence" kann man definitiv nicht nebenbei hören. Die Niederländer haben diese Scheibe so vollgepackt mit einer unglaublich anspruchsvollen Mischung aus Black, Doom, Drone und Sludge Metal, dass es einem schon volle Konzentration abverlangt und vielleicht auch zuviel werden kann. (st)

7/10