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NADRA - Allir Vegir Til Glötunar

VÖ: 22. Januar 2016
Signal Rex

In meiner Vorstellung ist Island ein kalter, trister und unwirtlicher Ort, also geradezu prädestiniert für Black Metal und genau den hauen Nadra mit ihrem ersten Full-length-Album raus. Mit fünf Mitgliedern ist die Band recht üppig besetzt, dagegen sind die Pseudonyme sehr schlicht gehalten. Drummer H. lockert sein dumpfes Geballer hier und da mit klirrendem Schellen auf, die Saitenfraktion besteht aus Bassist G. und den Gitarristen T. und D. G., welche düstere Melodien zum Besten geben, Sänger Ö. shoutet verzweifelt in der Botanik rum. Die Texte werden in der Heimatsprache vorgetragen, da bin ich folglich raus. Wie schon erwähnt, klingen Nadra verzweifelt, irgendwie trostlos, aber auch wild, urwüchsig und mächtig, allerdings fehlt mir ein Quäntchen satanische Raserei. Wobei ich keineswegs die Texte meine, sondern vielmehr die nicht vorhandene verbissene Wut, der heftige Zorn, welcher dem Gesang Abwechslung verleihen würde, was ich eben mag und die jedem Schwarz Metal innewohnen sollte. (st)

7,5/10