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NAILED TO OBSCURITY - Opaque

VÖ: 20. September 2013
Apostasy Records

Ob das Quintett aus Ostfriesland wohl um seine Stärken weiß und auf seinem zweiten Longplayer noch nicht alles auf die Menschheit loslässt, was möglich wäre?! So oder so ähnlich kommt mir "Opaque" vor. Ein Album, welches man stilistisch - wenn überhaupt - nur am entfernten Horizont des Melodic Death Metal Bereiches platzieren könnte, dieser schnöden Beschreibung aber eigentlich schon längst entwachsen ist. Das Leichtfüßige in Verbindung mit einer gewissen Progressivität wirft sie eher in die Richtung von Opeth, "verliert" aber gegen deren übermächtige Größe. Kein Beinbruch, denn "Opaque" glänzt mit einem durchgehend guten Qualitätsniveau, welches meine acht Punkt vollends rechtfertigt. Die Band schert sich hörbar um irgendwelche Konventionen und fließt behände durch den Spalt der beiden Stühle, zwischen die sie sich nicht setzen wollen. Der eine markiert den Opeth-Vergleich, in deren hochanspruchsvolle Bereiche man sich erst gar nicht begibt, aber manchmal mit ihnen liebäugelt. Der andere ist ein leichter (Verzeihung!) "Mädchen Death Metal"-Faktor - das Kuschelige, Träumerische, zu dem man aber auch zu keiner Zeit bereit ist, da der eigene Anspruch dafür wieder viel zu hoch ist und auch adäquat umgesetzt werden kann. Ganz schön clever! (sw)

8/10