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NARBELETH - Through Blackness, And Remote Places

VÖ: 28. August 2015
Folter Records

In Kuba scheint dauernd die Sonne. Trotzdem traue ich dem einen oder anderen Kubaner durchaus zu, anständigen Black Metal zu machen und Dakkar, als einziges Mitglied der Band Narbeleth, macht seine Sache auch gar nicht schlecht. Einwandfrei schmeißt er seine Vocals knarzend und krakeelend in die Walachei. Allerdings ist mir die Gitarrenarbeit ein wenig zu melodisch und einen Tick zu positiv und das Schlagzeug kommt eher warm rüber, anstatt blechern und scheppernd, wie es sich gehört. Und so frimmelt er die ganze Scheibe über in der gleichen Tonlage rum und bleibt immer hübsch im Midtempobereich und irgendwann stellen sich bei mir Ermüdungserscheinungen ein. Dann kommt das letzte Lied "Gaze Upon Heaven In Flames", eine Coverversion von Judas Iscariot, seine Stimme wird garstiger, die Drums kälter und klirrender und der Herr Dakkar vertont auf einmal die aufkommende Apokalypse. Da frage ich mich doch, wieso nicht gleich so? Nichtsdestotrotz hat der gute Mann was auf dem Kasten und mit "Through Blackness, And Remote Places" eine solide, tiefschwarze Scheibe vorgelegt und ich gebe zu, dass ich gerade bei Black Metal die Latte sehr hoch lege, das hier Nörgeln auf hohem Niveau ist und ich gespannt auf seinen nächsten Output bin. Immer schön im Schatten bleiben! (st)

7,5/10