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NEAERA - Armamentarium

VÖ: 24. August 2007
Metal Blade

Was zum Henker ist das? Nicht nur, dass der Opener "Spearheading The Spawn" heißt (in Anlehnung an Bolt Thrower's "Spearhead"), das gute Teil knallt auch in bester Bolt Thrower-Manier derart brutal aus den Boxen, zündet dabei das reinste Death-/Thrash-Feuerwerk ab, und dürfte letztendlich einer der stärksten Opener der vergangenen Zeit sein. Killer!
Und auch sonst verabschieden sich Neaera auf Album Nr. 3 immer mehr vom Metalcore und klingen anno 2007 ähnlich, wenn nicht sogar noch härter als Heaven Shall Burn. Und das will was heißen. Okay, man muss trotzdem ehrlich sein. Das Niveau des Openers kann "Armamentarium" nicht über die ganze Distanz halten. Das Songmaterial kommt zwar hier und da über ein "richtig gut" nicht hinaus, aber das reicht immer noch locker aus, um ganz oben mitzumischen. So qualitativ hochwertig klangen Neaera noch nie, und die Stimme von Fronter Benny Hilleke kommt zwar nach wie vor übelst bösartig rüber, aber zum Glück nicht mehr ganz so "penetrant" wie auf den beiden Vorgängern. Neaera scheinen endgültig den Sprung nach ganz oben geschafft zu haben. Das Album sprüht nur so vor Abwechslung und Dynamik. Die Blastbeats, die melodischen Riffs - hier und da klingen sogar schwarzmetallische Klänge durch, und das alles mit einer scheinbaren Leichtigkeit, die man Neaera vermutlich so gar nicht zugetraut hätte.
Als Anspieltipps seinen neben dem Opener "Spearheading The Spawn" die Death Metal-Walze "Harbinger" oder das noch am ehesten Metalcore-lastige "The Escape From Escapism" genannt. Ganz großes Kino! (maz)

8,5/10