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NECROHOLOCAUST - Holocaustic Goat Metal

VÖ: 29. September 2014
Iron Bonehead

Endlich ist es da, das laut Promo-Zettel lang ersehnte und heiß erwartete Debütalbum von Necroholocaust. Ich kannte die Band bislang zwar nicht, konnte aber vor Aufregung nächtelang nicht schlafen. Nun halte ich das gute Stück in meinen Händen und habe ein Problem. Auf der CD sind zwar neun Songs, die sind aber aufgeteilt in zwei Tracks und das heißt, man kann die einzelnen Lieder nicht anskippen und man weiß auch nicht, welcher davon gerade läuft und das wird noch erschwert, weil die Songs nicht gerade vor Individualität strotzen. Egal, nach einem verstörenden Intro legen die Kanadier los und ich finde den Lärm gar nicht übel. Insgesamt gibt es hier eine Mischung aus eiskaltem Drumgeschelle, bellendem Gesang, Rauschen im Hintergrund und sehr selten lugt auch mal ein Gitarrenriff hervor, natürlich überwiegend in Hochgeschwindigkeit vorgetragen, aber zwischendurch auch ins Midtempo abrutschend. In der 14. Minute des ersten Tracks hört man einen Kirchenchor, in der 19. Minute Sirenen und in der 22. Minute ein fieses Quietschen. Bei Track Zwei gibt es irgendwann einen atmosphärischen, instrumentalen und elendig langgezogenen Part mit Kirchenglockengeläut und ich wähne mich schon am Ende der Scheibe, aber nach ein paar Minuten Stille geht's wieder los und es kommt doch noch ein Stück. Elf Jahre sollen die Necroholocauster im Untergrund zugange gewesen sein und nun muss offensichtlich ein ganz besonderes Debüt her. Wenn ich die merkwürdige Aufteilung der Musiktitel und den ganzen Schnickschnack mal außer Acht lasse, kann ich sagen, ich stehe auf den Krach. (st)

7/10