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OBITUARY - Inked In Blood

VÖ: 24. Oktober 2014
Relapse Records

Wer meine Berichterstattung der letzten Jahre bezüglich Obituary verfolgt hat, weiß, dass ich derzeit (noch) mit den Florida Boys etwas auf Kriegsfuß stehe. Aber "Inked In Blood" ist tatsächlich so gut, dass ich nicht nur wieder milde gestimmt, sondern auch ein Stück weit echt begeistert bin. Wer auch das Gefühl hatte, dass sich Obituary mit "Xecutioner's Return" (zum Teil) und mit "Darkest Day" (etwas stärker) nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, dem wird es ähnlich gehen wie mir. Alle anderen bekommen ein weiteres Obituary-Album, welches qualitativ wieder in den oberen Bereich der Diskografie vordringt. Warum? Ja, das kann ich euch nicht mal genau sagen, außer ich würde "Inked In Blood" regelrecht sezieren. Die Songs haben wieder eine bessere Dynamik, die Riffs haben eine Spur mehr Biss und vielleicht ist es auch nur das frische Blut von Lead-Gitarrist Kenny Andrews, der in seinen Soli die gesamte Obi-History durchforstet. So oder so - ähnlich wie bei Motörhead sind es manchmal nur Nuancen, die über "geht so", "gut" oder "geil" entscheiden. Und Songs wie "Centuries Of Lies", "Violent By Nature", "Violence", "Within A Dying Breed" (wer erkennt die "Rotting Ways"-Gedächtnis-Parts?!) oder "Minds Of The World" sprechen eine mehr als deutliche Sprache. Vom Gefühl her hätte die Band damals auch mit "Inked In Blood" anstatt mit "Frozen In Time" zum Comeback blasen können. Hätten sie das Beste aus beiden genommen - sie hätten die Konkurrenz pulverisiert. Das nur so als kleine Spinnerei von mir, um die Qualität von "Inked In Blood" zu unterstreichen. (sw)

8,5/10