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OBITUARY - Ten Thousand Ways To Die (Single)

VÖ: 21. Oktober 2016
Relapse Records

Bums! Und schon wieder Credits verspielt. Mann, da habe ich die Obi-Boys mit "Inked In Blood" doch wieder etwas mehr gelobt, schon wird die Kiste wieder verhunzt. Zum besseren Verständnis: vorliegendes "Album" besteht aus zwei neuen Studio-Songs und elf Live-Brechern, die hauptsächlich von den ersten beiden LPs kommen. Dazu "Don't Care", den "Redneck Stomp" und zwei Songs von "Inked In Blood". Überraschungen gibt es keine und die Live-Umsetzung ist wie immer knüppelhart, tight und gerade die schnellen Passagen bekommen (ebenfalls) immer wieder durch diese kleinen Verschleppungen die Bremse aufgedrückt, was ich als kleiner Nerd echt nervig finde. Gut, Obituary machen das heutzutage so - meinetwegen.
Mit den neuen Songs können sie indes bei mir gar nicht landen. Schon faszinierend, wie man in "Loathe" (zu Deutsch: "ekeln") knapp sechseinhalb Minuten auf zwei Riff-Figuren herumreiten kann, die nicht mal das Gelbe vom Ei sind. Quasi der "Redneck Stomp" mit ein paar Vocals - nur belangloser. Und mit dem Titelsong bekleckern sich Obituary auch nicht unbedingt mit Ruhm. Ja, es klingt ganz klar nach Obi und läuft einwandfrei ohne Fremdeinflüsse durch, aber wie sagte unser guter Fips Asmussen in seinen besten Tagen mal so schön: "Ihm fehlt der Drive im Arsch." (sw)

6/10