Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

OBITUARY - Obituary

VÖ: 17. März 2017
Relapse Records

Okay, mir reicht es jetzt. "Darkest Day" - bäh, "Inked In Blood" - Juchu, "Ten Thousand Ways To Die" - Warum?
Also, entweder Obi bekommen dieses neue Album richtig gut auf die Kette, oder ich gebe vollends mein Obi-Review-Zepter ab. Gleich vorweg: Jungs, habt ihr ein Glück! Mit ihrer selbstbetitelten Nr. 10 knüpfen die Florida-Urgesteine direkt an "Inked In Blood" an. Kompakte Songs, treffsichere Riffs, (wenngleich "Betrayed" mich streckenweise fatal an einen uralten Six Feet Under-Song erinnert - ein Schelm, wer Böses denkt) und wieder ist es Lead-Gitarrist Kenny Andrews, der der Band den nötigen Drive verpasst, in dem er erstklassige Soli spielt, die sich über die gesamte Obi-Diskografie erstrecken und auf jeden Fall mehr Authentizität versprühen, als ein Ralph Santolla. Was sonst noch? "Brave" eröffnet das Album rasant, "Sentence Day" danach fast mit kleinen "Back To One"-Schlenkern. Oh ja, der Beat von "End It Now" gefällt, weil er im Obi-Kontext fast schon andersartig ist und hier geht John Tardy mit seiner einzigartigen Stimme auch mal wieder ganz tief nach unten. Ansonsten hat "Obituary" halt den klassischen Standard, der in diesem Falle aber wieder frisch klingt, keine B-Ware enthält und Laune macht. Wie gesagt - Glück gehabt, Jungs! (sw)

8,5/10