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OBSCENITY - Summoning The Circle

VÖ: 07. Dezember 2018
Apostasy Records

Nächstes Jahr markiert das 30. Bandjahr für unsere Oldenburger Death Metal Cracks von Obscenity. Mal sehen, wie sie das feiern werden. Die Basis wird aber noch vor dem Jahreswechsel gelegt. Zuerst die Rückkehr zu Apostasy Records und damit einher der nunmehr zehnte Longplayer. Und der lässt den aus Fanboy-Sicht doch irgendwie schwächelnden Vorgänger "Retaliation" ziemlich schnell vergessen. Obwohl … wirklich enttäuscht wurde der Die Hard Death Metaller von dieser Band nie. Wozu also die Formel ändern?! US-lastiger Death Metal der Neunziger, als "Slam" noch ein Fremdwort war und Thrash Metal ein gern gesehener Gast zur Aggressivitätsunterstützung. Gitarrist Hendrik "Henne" Bruns und Drummer Sascha Knust sind das Ur-Team, Gitarrist Christoph Weerts hört man nun auch schon zum dritten Mal auf Konserve und dazu mit Burial Vault-Basser David Speckmann (ist der Name eigentlich Instrument-gebunden?!) und Fronter Manuel Siewert (ex-December Flower) zwei Studioalbum-Neulinge - alle zusammen sind der Zirkel, der einberufen wurde, um mit dem neuen Album mächtig auf den Putz zu hauen. Neun Classic Death Metal Brecher, die wirklich in einem Guss durchlaufen und in einer unheiligen Allianz zwischen den Recordings im Soundlodge Studio bzw. Heimstudio von Gitarrist Christoph und dem Mix und Master der Iguana Studios von Mightiest-Schlagwerker Christoph Brandes deftig produziert wurden. Highlights kann man nicht herausfiltern - das Highlight ist das durchgängig hohe Level. Klar, marginale Ausschläge sind immer zu verzeichnen. Meine Ohren klingeln bei "Infernal Warfare", "Scourge Of Humanity", "Feasting For The Dead" und "Invocation Obscure" etwas mehr. Aber im Endeffekt bekommt der Obscenity-Fan hier genau seine geliebte Dosis aus Blast-Sperrfeuer, viehischen Thrash-Parts, dem mit Doublebass alles planierenden, klassischen Florida-Groove, rasierenden Riffs, Soli, die auch wirklich noch solche sind, und Manuel Siewert darf man für seine wirklich tiefen Growls auch ruhig mal ein Kompliment machen.
"Summoning The Circle" - eine wirklich runde Sache, extrem hart und verdammt tot. Ein besseres Geschenk für Band und Fans kann es zum 30. wohl nicht geben, oder?! (sw)

8,5/10