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OBSCURA - Omnivium

VÖ: 01. April 2011
Relapse Records

Ihr wollt gar nicht wissen, wie oft mir beim Hörer von "Omnivium" die Kauleiste runter geklappt ist. Verdammt, "Cosmogenesis" war ja schon ein Highlight für jeden Fan des technischen Death Metal, aber mit dem neuen Album machen sich Obscura mit spielerischer Leichtigkeit zum Staatsfeind Nr. 1 für die internationale Konkurrenz. Die leichten Querverweise aus der Vergangenheit gen Death oder Morbid Angel sind passé (außer vielleicht beim an "God Of Emtpiness" erinnernden "Ocean Gateways") - Obscura sind Obscura! Allein der Opener "Septuagint" mit Akustik-Intro, sich aufbauenden Harmonien und der folgenden, puren Raserei klärt schon mal alles. Doch auch wenn die Münchener bei fast schwindelerregend hohem Technik-Niveau hauptsächlich das Gaspedal gen Bodenblech treten, die Songs haben das, was den meisten Frickelkapellen im Extrem Metal Genre immens fehlt - Seele! Wie spacig "Velocity" doch klingt. Mit welcher Extraklasse das Instrumental "A Transcendental Serenade" aufwartet. Selbst die pfeilschnellen Solo-Duelle wie z.B. in "Prismal Dawn" haben den Charakter eines Chuck Schuldiner (R.I.P.), als hätte er mit gleicher Überzeugung erst im neuen Jahrtausend mit Metal begonnen. Wovon ich hier rede? Ich rede von grenzenloser Virtuosität! Da müssen Morbid Angel und Pestilence erst mal nachlegen. Obscura haben jetzt ihr eigenes Gesicht! (sw)

9/10