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OBSCURE INFINITY

Perpetual Descending Into Nothingness

VÖ: 16. Januar 2015
FDA Rekotz

Schon beim Intro des neuen Obscure Infinity-Longplayers geht das Herz auf - als hätten "The Somberlain" (Dissection) und "Blackened" (Metallica) kleine Babys gemacht. Danach aber bitte in Deckung gehen, denn das Quintett feuert aus allen Rohren. Hohes Tempo und wirklich präzise Blasts (Gates Of Ishtar anyone?!) sind hier allseits willkommen, wobei sich die Saitenfraktion gerne der melodischen und auch schwarzen Seite Schwedens hingibt. Der Blick auf das schön in blau gehaltene Cover spricht für sich und untermauert ein wirklich rundum starkes Album, ohne nennenswerte Qualitätsabfälle. Anspieltipps zu nennen, ist Zeitverschwendung. Der Melo-Deather jubelt beim Rausschmeißer "Beyond Sphere And Time", Thrasher freuen sich über "The Uttermost Descend" und ganz Gewiefte erkennen sofort, in welchem Dissection-Song ein ebenso geiler Knüppel-Part vorkommt, wie hier in "Expiration Of The Lost". Ich hingegen entdecke hier und da noch ein paar Reminiszenzen an alte Florida-Tage, Death oder Pestilence (zu "Testimony Of The Ancients") und finde besonders die ausgefeilten Soli erwähnenswert.
Um die einheimische Szene mache ich mir angesichts solcher Alben wie "Perpetual Descending Into Nothingness" auf jeden Fall keine Sorgen. (sw)

8,5/10