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OBSESSION - Marshall Law EP (Re-Release)

VÖ: 01. Dezember 2017
Inner Wound Recordings

Der Name Michael Vescera wird in US Metal-Kreisen hoch gehandelt, aber nicht nur, weil er den japanischen Loudness und sogar Yngwie Malmsteen seine Sangeskünste zur Verfügung stellte. Begonnen hat alles mit der Band Obsession, deren erste EP (1983), sowie die ersten beiden Longplayer (1986 und 1987) nun zu neuen Ehren kommen.
Ich finde es immer spannend, rückblickend zu erahnen, welche Wirkung eine Veröffentlichung zu ihrer Zeit gehabt haben könnte. Die "Marshall Law"-EP von Obsession erblickte ca. zwei Monate nach "Kill 'Em All" das Tageslicht und ich schätze einfach mal, dass sich alle auf Hetfield, Ulrich & Co. stürzten und eine Band wie Obsession mit ihrem bodenständigen Metal etwas hinten abfielen. Zeitzeugen dürfen mich gerne korrigieren. Aus heutiger Sicht sind die vier Songs genau das, was ich mir unter straightem, mit Speed-Anleihen versetztem US/Power Metal vorstelle. Ein sauberes Riff, ein fester Beat, starke Soli und ein Sänger, der richtig was auf dem Kasten hat. "Only The Strong Will Survive" und "Execution" geben mehr Gas, "Hatred Unto Death" lässt die rockige Seite raushängen, ohne dabei den Sound zu verweichlichen, und der Titelsong ist ein kleiner Hit aus dem Ami-Underground, den heutzutage jeder KIT-Gänger kennt. Von diesem gibt es dann auch noch eine schöne Demo-Version als Bonus. (sw)

8/10