Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

OBSIDIAN - Point Of Infinity

VÖ: 22. Oktober 2010
Candlelight Records

Die holländischen Prog-Deather von Obsidian machen es einem nicht gerade leicht. Eine gewisse Affinität zu Vertracktem sollte man auf jeden Fall mitbringen. Eine Einordnung erscheint schwierig, liegt "Point Of Infinity" irgendwo zwischen verzwicktem US-Death(core), Divinity, Extol und Opeth. Das klingt zwar viel größer, als es schlussendlich ist, doch die Richtung stimmt. Tatsächlich ist der "Knüppel aus dem Sack"-Anteil prozentual eher kleiner, die Intensität und Durchschlagskraft aber trotzdem immens hoch. Obendrein wird dieser Prog-Death-Trip noch durch kurze Akustik-Passagen und weiträumige Soli gespickt. Zugegeben, am Anfang ist man erst mal ziemlich erschlagen von dieser derben Mischung. Doch im Laufe der 45 Minuten greifen die teilweise wirklich unorthodoxen Gitarrenläufe immer mehr das Kleinhirn an, und entfalten durch stetige Wiederholungen regelrecht eine hypnotische, fast berauschende Atmosphäre. Der monumentale Titeltrack ist da ein echtes Paradebeispiel. Das abschließende Instrumental "Spectral Pathways" gesellt sich als auftürmender Trip in die Weiten des Kosmos auch gleich dazu. Klarer Fall - "Point Of Infinity" muss man sich erarbeiten. Die Belohnung ist dafür umso höher. (sw)

8/10