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OCEAN CHIEF - Universums Härd

VÖ: 13. Juni 2014
I Hate Records

Um Verwechslungen vorzubeugen - dieser Ozean bezieht sich auf den, der über unseren Köpfen schwimmt und dessen unendliche Weiten noch größer sind, als das kühle Nass. Für Himmelskörper-Vertonungen sind die sieben Songs aber ganz erdig. Tonnenschwerer Doom mit Sludge-Anreicherungen und einer gewissen Rotzigkeit im Zeitlupentempo. Erlaubt ist, was gefällt. Der Titelsong eröffnet mit zehn Minuten schon mal nicht unbedingt leicht verdaulich, und danach gleich zwei Instrumentale ("Oändligeht" mit interessanten Riffs aus der schwersten Solitude Aeturnus/kraftvollen My Dying Bride-Kiste) folgen zu lassen, zeigt die Charakterstärke der Schweden. Gesang scheint mir auf "Universums Härd" eh nur Beiwerk zu sein, dann aber schön dreckig und sounddienlich. Ja, ich bin ein Stück weit beeindruckt, wie hier mit gängigen Mitteln, aber unkonventionellen Methoden eine fast Dreiviertelstunde lang Druck erzeugt wird und allein schon das zum Zuhören animiert und/oder nötigt.
Not my cup of coffee, aber unabhängig betrachtet, eine ordentliche Leistung. (sw)

7/10