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OCTOBER FILE - Our Souls To You

VÖ: 01. April 2010
Candlelight Records

October File klingen wie das musikalische Minimalprinzip. Mit möglichst wenigen Mitteln ein bestimmtes Ziel erreichen. Als gradlinigen Postcore möchte ich die Chose mal grob beschreiben, mit der die Band zumindest bei mir ein Ziel erreicht - immer wieder nach der Skip-Taste greifen zu wollen. Jungs, ihr habt ein ganz tolles Aggro-Level, und die Produktion passt ja auch super. Aber wenn ihr eure Riffeskapaden schon lang zieht wie ein Hubba Bubba, dann müssen die Ideen schlichtweg bahnbrechender sein. Nicht nur das fast zehnmütige "Dredge" wird schon weit vor der Halbzeit zum nervtötenden Gähner. Die beiden Titelsong-Parts (zusammen fast eine Viertelstunde!) sind schlichtweg überflüssiges Pseudo-Atmosphäre kreierender Mumpitz. Da hilft auch nicht die zweite Disc, auf der sich das Album mit Justin Broadrick-Produktion (u.a. Godflesh) befindet. Die klingt nämlich wie ein fünftklassiger Ministry-Abklatsch. Und wenn Brüllwürfel Ben Hollyer in "September" mir ein derbes "Just Say It's Enough" entgegen wirft, dann bedanke ich mich artig für die Aufforderung und mache aus. (sw)

5,5/10