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OCTOBER TIDE - A Thin Shell

VÖ: 08. Oktober 2010
Candlelight Records

Durch eine Katatonia-Pause brachten die Herren Jonas Renske und Fred Normann in den Neunzigern die beiden Alben "Rain Without End" und "Grey Dawn" ans Tageslicht. Oder eher Herbstlicht, denn der nun dritte Longplayer ist definitiv was für unterkühlte Seelen, die sich vom anstehenden Frost gerne Bauchpinseln lassen. Kollege Renske ist zwar nicht mehr dabei, dafür gesellt sich Tausendsassa Jonas Kjellgren (Scar Symmetry, Carnal Forge, u.a.) als Session-Musiker dazu. Geboten wird zwar druckvoll inszenierter, trotzdem aber gewöhnlich tönender Doom Death, der schlichtweg von den Grundzutaten "lebt": Schleppendes Tempo, tiefe Growls, wuchtige Riffs, und immer wieder eine einsame Lead-Gitarre. Das war dann aber auch schon alles in den 42 Minuten, in denen man es zwar auf sieben Songs bringt, aber auch das wirklich verzichtbare Instrumental "The Nighttime Project" einschmuggelt. Richtigen Qualitäts-Jägern empfehle ich da lieber Barren Earth und speziell die letzte Swallow The Sun, die vor knapp einem Jahr die kalten Wintertage um einiges schöner untermalte. (sw)

6/10