Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

OLD MOTHER HELL - Old Mother Hell

VÖ: 23. Februar 2018
Cruz Del Sur Music

Cruz Del Sur Music nimmt sich der größeren Vermarktung des 2017 in Eigenregie veröffentlichten "Demo des Monats" (Deaf Forever & Rock Hard) von Old Mother Hell an. Gut so! Denn das Power-Trio aus Mannheim (welches zu zwei Dritteln aus den verblichenen Thrasher Hatchery besteht) hat hier echt etwas Besonderes am Start. Anfänglich wollte ich "Old Mother Hell" in eine Doom/Stoner-Basis verfrachten, die sich traditionell-metallisch gesehen, sehr ansprechend ausweitet. Dann sinnierte ich über das Gegenteil. Und weil Denken anstrengend ist, lasse ich mich erledigt in der Mitte nieder und genieße seitdem eine Mischung aus eben Metal, Doom, Rock, Epik und - womit wir zum Kern der Sache kommen - einer sofort ansteckenden Dynamik und mächtigen Grooves. Eigentlich ist es faszinierend, wie dieses sich hörbar blind verstehende Trio diese sechs unwiderstehlichen Powerpakete erschafft. Und das eigentlich mit den simpelsten Mitteln eingebettet in eine kraftvoll organische Produktion, die der krachenden Performance genau den passenden Nachdruck verleiht. Sicher, melodietechnisch gibt es keinen Innovationsorden - braucht es auch nicht, denn sie treffen einfach den richtigen Nerv. Und die Stimme von Gitarrist Bernd Wener (die ich gerne mit Nuancen von Rage oder Morgana Lefay belobigen möchte) hat genau die Leidenschaft und Echtheit, die es dafür braucht.
Am Ende dieser 34 Minuten (mit den rein subjektiven Highlights "Another War", "Narcotic Overthrow" und "Old Mother Hell") stehen nur zwei Worte: Metal und Authentizität. Und ich bin mir absolut sicher, dass das live mächtig rumsen und der Schweiß von der Decke tropfen wird - wovon zumindest ich mich beim diesjährigen Hell over Hammaburg Festival überzeugen werde! (sw)

8/10