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ONE TAIL, ONE HEAD - Worlds Open, Worlds Collide

VÖ: 05. Oktober 2018
Terratur Possessions

Ein Album wie "Worlds Open, Worlds Collide" hört man nicht nebenbei. Aber wenn man es nur zwei Mal wirklich ganz intensiv hört (der Selbsttest bestätigt das), kann man sich diesem Sog nicht mehr entziehen. Für ein Debütalbum, auf welches man lange warten musste (Demos gab es nur 2008 und 2011), ist es regelrecht zum Fürchten. Das Zauberwort heißt bei den Norwegern "Unberechenbarkeit". Das fängt schon bei den Vocals an - vom ersten inbrünstigen "Uh" des Openers "Arrival Yet Again" bis zu den unmenschlichen Gebilden im Titelsong. Kracher wie "Firebirds" oder "Rise In Red" schlagen Haken und reißen den Hörer trotzdem mit. Interessant auch, dass bei dieser charakterlich eher "freigeistigen" Stilistik mit dem starken "Stellar Storms" (sieben Minuten) und dem sich majestätisch auftürmenden "Summon Surreal Surrender" (zehn Minuten) nur zwei längere Tracks vertreten sind. Das Quartett kann eben auch auf kurzer Distanz mit Musikalität glänzen, wirkt vermeintlich chaotisch und dadurch extrem hinterlistig. Nur an den sehr reduzierten Gitarrensound muss man sich als Black Metal-Seele kurz gewöhnen, aber er greift.
"World Open, Worlds Collide" wächst mit jedem Durchlauf, ist aber auch die Mühe eines jeden Durchlaufes wert. Und das ist wie erwähnt erst der Anfang … (sw)

8/10