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OPPROBRIUM - The Fallen Entities

VÖ: 22. Februar 2019
High Roller Records

Ähnlich wie bei Exhorder oder Demolition Hammer sind sich die Gelehrten verdammt einig, dass die ersten beiden Incubus-Werke "Serpent Temptation" (1988) und "Beyond The Unknown" (1990) echte Underground-Klassiker des Thrash/Death Metal sind, Bevorzugungen je nach Gusto inbegriffen. Als glühender Verehrer des vor Killerriffs überschäumenden Zweitwerks, war "Discerning Forces" als "Neustart" im Jahr 2000 samt erzwungener Umbenennung in Opprobrium ("vielen Dank" nochmal an die Alternative Rocker Incubus …) doch eine leichte Enttäuschung. Von der Existenz des Nachfolgers "Mandatory Evac" (2008) wusste ich nicht mal. Aber mit High Roller Records haben die berühmt-berüchtigten Howard-Brüder Moyses (Drums) und Francis (Gitarre, Vocals) auf jeden Fall eine vernünftige Plattform. Was sie nach der Durststrecke daraus machen, ist zumindest sehr amtlich. Die aggressiven Vocals und das Power-Drumming sind weiterhin charakteristisch und soundtechnisch drückt "The Fallen Entities" mit scharf tönenden schön im Gesicht. Qualitativ bewegt man sich (leider) nicht weit oben genug, um den Rezensenten völlig vom Hocker zu hauen, gerade auch, weil das Kleinhirn immer mit einem halben Gedanken bei den Altwerken ist und gerne mehr Punkte geben möchte. Und dass "Dark Days, Dark Times" und "Turmoil Under The Sun" quasi mit demselben Beat beginnen, darf eigentlich nicht passieren.
Nichtsdestotrotz - alles gut, aber nicht wie erwartet … bzw. vom Fanboy erhofft. (sw)

7,5/10