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PAGANLAND - Wind Of Freedom

VÖ: 04. März 2013
Svarga Music

Kurios: Die CD dieser Band aus der Ukraine kam per Post von einer Agentur aus Portugal und die beiliegende Biografie ist auf deutsch. Das nenne ich mal multikulturell und auch ziemlich erstaunlich. Weniger erstaunlich ist hingegen, was das Debütalbum "Wind Of Freedom" zu bieten hat. Eine Band, die schon Paganland heißt ... in Verbindung mit dem Albumtitel und dem Coverartwork - da dürfte eigentlich klar sein, was dieses Duo zu bieten hat. Nebenbei erwähnt, finde ich allerdings auch die bisherige Story der Band recht interessant: Bereits 1999 erschein eine Demo-MC, 2005 löste man sich auf und fand erst 2011 wieder zusammen - wenn auch nur als Duo (das sich aber zumindest für die Aufnahmen an diesem Album zu einem Quintett erweiterte).
Musikalisch startet "Wind Of Freedom" mit einem ruhigen und mit Wassergeräuschen unterlegtem Intro. Das folgende "Shadows Of The Past" macht dann - wie auch der weitere Verlauf des Albums - gewisse Parallelen zu den Niederländern von Heidevolk deutlich (nicht zuletzt auch aufgrund des recht ähnlichen Gesangs). Doch Paganland sind auch mal etwas schwärzer unterwegs, erinnern hin und wieder an Finntroll ("Chornohora") und bedienen sich gerne mal an Klischees (Schlachtfeld-Intro inklusive Schwertkampf in "Power Of Spirit" oder leichte Schunkelrhythmen in "Podolyanka"). Was mich aber leider letztendlich nicht ausreichend überzeugt, ist die Tatsache, dass erstens kein Song wirklich heraussticht und zweitens bilde ich mir ein, dass manches auf "Wind Of Freedom" irgendwie etwas "unrund" läuft. Entweder liegt es daran, dass sich das Duo drei "fremde" und vermutlich nicht aufeinander eingespielte Musiker ins Studio geholt hat, oder es soll halt einfach etwas kantiger und "rumpeliger" klingen. Wie dem auch sei, ob "Wind Of Freedom" dem typischen Pagan/Viking/Humppa-Anhänger zusagt, wird sich zeigen - aber zumindest Heidevolk-Fans sollten mal reinhören. (maz)

6,5/10