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PANTOMMIND - Shade Of Fate / Lunasense

VÖ: 03. September 2013
Dust On The Tracks Records

Wenn man selbst die Erstveröffentlichung zu einem Re-Release nicht kennt, merkt man erst, ob dieser auch Sinn macht. Im Falle der Prog-Formation Pantommind ganz klar - macht Sinn! Die beiden Alben "Shade Of Fate" (2005) und "Lunasense" (2009) waren bis dato nur auf dem US-Markt erhältlich. Und ich behaupte, selbst dort hat jeder ungläubig geschaut, als er von der Herkunft der Band erfuhr - Bulgarien. Und was mag man in Bulgarien? Dream Theater, auch wenn man den Bereich "nur für Musikstudenten" bis auf wenige Momente ausspart. Anspruchsvoll sind beide Scheiben trotzdem. Als gemeinsamer Nenner wird Queensryche genannt, was ich in Bezug auf deren Frühwerke recht gut nachvollziehen kann. Es gäbe noch einige Prog-Größen (Threshold, Fates Warning, Enchant), die einem beim Hören der insgesamt 21 Songs in den Sinn kommen. Doch man würde der Band mit zu viel Name-Dropping eigentlich nur Unrecht tun. Pantommind stehen für stets durchdachten Prog Metal, der den Groove allzeit gepachtet hat, und eine klasse Mischung aus knackigen Riffs und emotionaler Tiefe vorweist. Ein Auftritt auf dem europäischen ProgPower-Festival 2006 reicht schon mal als Visitenkarte. König im musikalisch erstklassigen Ring ist aber Sänger Tony Ivan, der sämtliche Songs mit seiner glasklaren Stimme veredelt, und auch in höchsten Lagen eine Topleistung abliefert. Ob nun das 2009er Material ausgereifter ist, als das aus 2005, vermag ich nicht zu entscheiden. Ich höre nur zwei starke Progressive-Alben, die einen Stammplatz bei jedem Genre-Fan verdient haben. (sw)

8/10 (in beiden Fällen)