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PATH OF DESTINY - Dreams In Splendid Black

VÖ: 01. April 2016
Apostasy Records

Als ich dieses Album zugeschickt bekam, wusste ich noch nicht, was mich erwartet. Die Band war mir bis dato nicht bekannt und meine einzige Information war, dass Path Of Destiny in das Genre Melodic Death Metal einzuordnen sind. Gut, dieses Genre ist dafür bekannt, ein riesig breites Spektrum zu haben, in dem eigentlich alles möglich ist, wirklich alles. Seien es Keyboards, Arrangements à la Nightwish oder klassische Göteborger Schule mit viel Death und dezent gehaltenen Gitarrenmelodien, wie es At The Gates quasi salonfähig gemacht haben.
Aber ich schweife ab: zurück zum eigentlichen Thema. "Dreams In Splendid Black", so der klangvolle Name des Albums, beginnt sanft und schmeichelnd mit einem athmosphärischen Piano-Intro, unterlegt mit leicht unheilvollen Klängen. Man hat zuerst den Eindruck, hier folgt nun wirklich eine Platte voller Bombast-Arrangements und theatralischen Keyboards. Weit gefehlt! Das Intro "The Awakening" soll den Hörer wohl nur erst einmal in Sicherheit wiegen, bevor es mit "Invocation" so richtig zur Sache geht. Wildes Geballer mit dezenter Keyboarduntermalung wechselt sich mit langsameren Passagen ab, in denen man dann ganz gemütlich zum Rhythmus den Kopf schütteln kann. Dieser Song gehört auch ganz klar zu meinen Favoriten, da er vor allem eindrucksvoll das Können des Vokalisten präsentiert. Zuletzt Genannter wechselt mühelos von wunderbar grunzigen, mitteltiefen Growls, zu kreischenden Screams, welche - auch wenn ich den Vergleich nur ungern anstelle - ein wenig nach Cradle Of Filth klingen, mir hier aber deutlich besser als bei den Vampirmetallern gefallen. Abgesehen von den Vocals sind die Songs auch instrumental sehr gut arrangiert. Die beinahe durchgehend in Aktion befindlichen Keys fallen kaum auf und harmonieren perfekt mit den, von den Gitarren gespielten, Melodien und Riffs. Das Schlagzeug gibt immer ordentlich Tempo vor, tritt aber auch schonmal auf die Bremse um einem epischen Lead-Part Platz zu verschaffen oder mächtigen Vocals und langgezogenen Schreien den Weg frei zu machen.
Empfehlenswert ist die Scheibe auf jeden Fall und hat einen enorm hohen Replay-Faktor. Besonders empfehlenswert sind die Songs "The Fire-Lit Shadow (The Shadow I Am)", "Invocation" und der gelungene Abschluss des Albums "Death's Dominion", der vor allem durch ein leicht orientalisches Flair besticht. (cl)

8,5/10