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PATHOLOGY - Pathology

VÖ: 21. Juli 2017
Comatose Music

Dreck auch. Das hat man nun davon, wenn man seine Mucke "sauberer" produziert. Zugegeben, ich habe die letzten beiden Pathology-Folterwerkzeuge verpasst. Aber eine neue Gewöhnung muss nicht sein. Die San Diego-Truppe prügelt sich immer noch durch brutalsten Death Metal, dass einem der Besuch im Schlachthaus wie ein Kindergeburtstag vorkommt. Was war das jetzt noch mit der Produktion? Ach ja, viel zu sauber. Nicht, dass ich das in Bezug auf die Instrumentierung schlecht finde, das ist sogar mal gut. Aber jetzt kommt der abartige Kehlen-Gurgelgrunz von Matti Way fast schon "zu gut zur Geltung". Ich meine, diese Präsenz killt fast die Songs, die mir an sich zumindest in der richtigen Stimmung fast 7,5 Punkte wert wären. Eines der älteren Alben kann man immer mal wieder zur Frustbewältigung, zum Nachbarn verscheuchen oder zur Hipster-Jagd nutzen. Geht alles. Aber "Pathology" ist dem Bandcharakter entsprechend irgendwie zu sauber. Da wird der Dreck auf einmal richtig ekelig. Wo ist der Hammer, die erdrückende Betonwand, das Untergangsszenario, in all dem man den "Gesang" gar nicht so übel findet? (sw)

6,5/10