Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials

PATHOSRAY - Sunless Skies

VÖ: 22. Mai 2009
Frontiers Records

Sind das die italienischen Nevermore? Okay, kleiner Witz - aber die an Warrel Dane & Co erinnernden Einstiege in das Opening-Doppel "Crown Of Thorns" und "Behind The Shadows" fordern mir ein amüsiertes Grinsen ab. Gott sei Dank ist das dann schon alles und ich bekomme eine klischeefreie (!) Metal-Leistung geboten, der ich gerne beide Ohren leihe. Ja, Pathosray mögen Nevermore. Aber genau so die 70er, wo man sich für analoge Keyboardsounds interessiert. Bei "Aurora" glänzt man mit Ayreon-schen Refrain-Backgrounds, "Sons Of The Sunless Sky" hat sogar ganz leichte Mercenary-Tendenzen und der Auftritt einer Frauenstimme in "The Coldest Lullaby" ist kein Quoten-sammelndes Beiwerk. Alles auf "Sunless Skies" ist schlüssig, melodisch hochwertig und songdienlich technisch vorgestellt (sehr gute Gitarren, angenehm kraftvolle Stimme), und lässt den Hörer verstehen, warum die Band bereits 2008 auf dem amerikanischen und dem europäischen ProgPower-Festival spielen durfte. Und "Sunless Skies" ist erst das zweite Album der Italiener. Nur mit Bands wie Dream Theater und Symphony X wurde ich Pathosray noch nicht vergleichen (so wie im Presseinfo geschehen), denn in der Champions League befindet man sich noch nicht. Trotzdem ein überraschend starkes Album. (sw)

8/10