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PEST - The Crowning Horror

VÖ: 21. Juni 2013
Agonia Records

Es wäre wohl ein Fest für jeden Black Metaller, würde die Pest heute ausbrechen und einen Großteil des Gesindels, welches sich Menschheit nennt, ausrotten. Und so ist es nicht verwunderlich, dass es gleich zwei Bands diesen Namens gibt. Die eine Pest kommt aus deutschen Landen und ist, soviel ich weiß, in der Versenkung verschwunden. Die hier zur Rede stehende Pest kommt aus Schweden und hat ihr letztes Album "Rest In Morbid Darkness" 2008 rausgebracht. Jetzt gibt es endlich Nachschlag und fest steht auf jeden Fall schon mal, dass die Mucke auf "The Crowning Horror" kontinuierlich ordentlich Wumms hat und von treibenden Gitarrenmelodien beherrscht wird. Ansonsten hauen die beiden Kapellenmitglieder Necro und Equimanthorn diesmal recht unterschiedliche Songs raus. "A Face Obscured By Death" und "The Abomination Of The God" sind mächtige, druckvolle Midtempo-Nummern, ganz besonders bei "Volcanic Eyes" lassen sich die thrashigen Einflüsse nicht verleugnen und bei "Devil's Mark" sind die Gitarrenriffs rockig und der Gesang von Necro kratzig und diabolisch. Mein Highlight ist das flotte "Holocaust", bei dem Necro einem seine Verachtung geradezu entgegen speit. Alles in allem haben wir hier ein durchaus ansprechendes Album, das nicht einfach in die Schublade Black Metal abgelegt werden kann und das vielmehr durch eine Menge Abwechslung beim Thema Geschwindigkeit, variable Vocals und, wie für die Band üblich, viele Einflüsse aus Thrash, aber eben auch aus Heavy und Rock überzeugen möchte. Mir hätte allerdings ein direkter musikalischer Nachfolger von "Rest In Morbid Darkness" mehr zugesagt, denn den konstanten Ausdruck von Räudigkeit und Boshaftigkeit, welcher die damalige Scheibe ausmachte, kann ich hier leider nicht mehr finden. (st)

7/10