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PESTILENCE - Hadeon

VÖ: 26. Januar 2018
Hammerheart Records

Gib den Fans, was sie wollen. Wenn es danach ginge, hätten Pestilence eigentlich bereits 2009 bei ihrem Comeback die alte "Consuming Impulse"/"Testimony Of The Ancients"-Richtung einschlagen können/sollen. Diese Rückbesinnung passiert aber jetzt - zumindest weitestgehend. Speziell die mystisch angehauchte Atmosphäre vom Klassiker "Testimony Of The Ancients" ist der harten Sci-Fi-Ausrichtung der Post-Comeback Pestilence gewichen, wofür hauptsächlich der brachiale Sound verantwortlich ist. Auch die Spielzeit (kein Song unter vier Minuten, drei von ihnen sogar unter der drei Minuten-Marke) ist mehr "neu", was ich persönlich nicht schlimm finde, wenn man immer schön auf den Punkt kommt. Und das tun hier alle Songs! Wer also ein "back to the roots allover" erwartet, muss bei "Hadeon" erst mal etwas mehr kauen, genießt aber meines Erachtens ziemlich schnell wieder die Armada an Offbeats (und die damit verbundene fast-Abwesenheit von Blastbeats), die über weite Strecken "alte Luft" atmenden Riffs und da Patrick Mameli immer noch eine geile Stimme hat, passt das alles schon zusammen. Auch mit der technisch zeitgemäßeren Umsetzung. Ich habe auch einen Moment gebraucht, um die Intention hinter "Hadeon" zu begreifen, aber jetzt läuft "Hadeon" richtig gut durch. Man darf sich nur nicht auf die Meisterwerke der Neunziger versteifen. (sw)

8/10