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POSTMORTEM - The Bowls Of Wrath

VÖ: 21. November 2014
War Anthem Records

Die Berliner Postmortem bringen mittlerweile ihre musikalischen Werke immer schön im Zwei-Jahres-Rhythmus unter das Metalvolk. Nun ist es mal wieder soweit und das kurze Intro verkündet schon nichts Gutes. Der Opener "Until The Screamings Died" ballert dermaßen auf die Zwölf, dass ich vor Schreck fast meinem 7:30 Uhr Frühstücksbier den Flaschenhals abbeiße und beim Refrain summt mir die Melodie von Metallica's "The Four Horsemen" in den Ohren - ich habe allerdings bei Sabaton auch schon einmal Dschinghis Khan rausgehört, also vergessen wir das. Und so zieht sich die Mischung aus Death und Thrash Metal wie ein roter, blutiger Faden durch das Album, flankiert von einem druckvollen Sound und fetten Gitarrensalven. Hinzu kommt, dass Postmortem es verstehen ihre Songs mit Refrains zu versehen, die sich unweigerlich (falls vorhanden) ins Gehirn krallen. Was Sänger Putz hier an totalem Wahnsinn entstammender Vokalakrobatik zum Besten gibt, lässt selbigen von der Decke rieseln, einfach herrlich. Anspieltipps gibt es genug, sei es "Oops!... I Killed Again" (kein Britney Spears Cover!), "Among The Dead", "Doomsday Killer" oder auch der Hörgerätezerbröseler "Nothing Last Forever", der fast zum Schluss nochmal ordentlich Geschwindigkeit aufkommen lässt. Musikalische Experimente gibt es bis auf den in "Bowls Of Wrath" einsetzenden Frauengesang (na super, zweites Bier kaputt) nicht. Hier wird unnötiger Ballast über Bord geworfen und sich auf das Wesentliche konzentriert und zwar kompromisslos und auf die Schnauze! In diesem Sinne, auf die nächsten 25 Jahre! (st)

8,5/10