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POWERWOLF - Bible Of The Beast

VÖ: 24. April 2009
Metal Blade

"Heavy in the morning, Metal in the night" - ich glaube, ich bin im Himmel! Powerwolf bitten zum dritten Gottesdienst, der wohl auch den letzten Ungläubigen zum Konvertieren bringen wird und schaffen es tatsächlich, den bereits mächtigen Vorgänger "Lupus Dei" zu toppen! "Bible Of The Beast" ist die beste, mit einem riesengroßen Augenzwinkern eingespielte, ernsthafte Metal-Scheibe der letzten Jahre und überholt vermeintlich gleichgelagerte True Metal-Kapellen mit Lichtgeschwindigkeit! Warum? Weil sie es können! Aggressiver als zuvor, hymnischer und ergreifender denn je (die Chöre - aaah!!), so unglaublich Metal ... ich werd' wahnsinnig! Band-Hasser werden natürlich sofort wieder auf dem Image/Klischee-Faktor herumreiten. Na und? Der ist zwar allgegenwärtig, wird aber durch eine Extra-Portion Dramatik ergänzt, die den Sucht-Faktor in schwindelerregende Höhen steigen lässt. Nur ein Paradebeispiel für diese perfekte Symbiose heißt "Catholic In The Morning ... Satanist At Night". Ach, wie gerne würde ich Stadion-Hymnen wie "Werewolves Of Armenia" oder "St. Satan's Day" einmal im Leben mit Tausenden von Fans als Background-Chor erleben. Und auch nur Powerwolf dürfen sich selbst "kopieren" - so unglaublich spitzfindig ist der "Saturday Satan"-Nachfolger "Panic In The Pentagram". Ich könnte über jeden der elf Songs noch ganze Lobgesänge schreiben. Aber über eines bin ich mir gerade klar geworden: In der Nachbetrachtung würde ich "Lupus Dei" nämlich noch einen halben Punkt mehr geben - also neun. Ausgehend davon rutscht "Bible Of The Beast" nur um Haaresbreite an der Höchstnote vorbei.
Und außerdem haben Powerwolf soeben den Songtitel des Jahrzehnts abgeliefert: "Resurrection By Erection" - in diesem Sinne: "Raise your phallus to the sky ...". Heult mit den Wölfen, meine Brüder! (sw)

9,5/10