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PRETTY MAIDS - Pandemonium

VÖ: 14. Mai 2010
Frontiers Records

Ob man nun will oder nicht, aber der Song "Future World" hängt irgendwie immer noch über den Pretty Maids wie das Schwert des Damokles. Wer weiß, wo die Dänen heute wären, hätte es diesen Song nie gegeben. Harter Tobak, der einem das Hören des neuen Albums unfreiwillig erschwert. Was als Erstes auffällt, ist die wuchtige Produktion von Jacob Hansen (u.a. Volbeat), die einen beim zügigen, eröffnenden Titelsong in die Sitze drückt. Melodic Rock/Metal funktioniert also auch mit "moderner" Produktion. Und was machen die Songs? Die machen das, was die Scheiben seit "Future World" gemacht haben - "einfach gut" bis "unerwartet stark" sein. Da ist es auch zu verschmerzen, dass "It Comes At Night" teils mit Rammstein-artigen Riffs rattert und es nach dem Intro von "Little Drops Of Heaven" (gefühlvoller Rocker!) auch mit einem Dance-Beat hätte weitergehen können. Das Gros besteht aber aus kräftigen Stampfern im mittleren Tempobereich (stark - "I.N.V.U."), die zwischendurch durch das 80er Sommer Feeling von "Old Enough To Know", dem Titelsong, oder dem mitreißenden "Cielo Drive" aufgelockert werden. Alles zusammengehalten durch Ken Hammer's prägnante Gitarrenarbeit und die unverwüstliche Stimme von Ronnie Atkins. Nebenbei fügt sich ex-Mercenary-Keyboarder Morten Sandager bestens an den Tasten ein.
"Pandemonium" wird mit Sicherheit keinen Pretty Maids- und/oder Melodic Fan verprellen. (sw)

7,5/10