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PRIMORDIAL - Redemption At The Puritan's Hand

VÖ: 21. April 2011
Metal Blade

Alan A. Nemtheanga hatte Recht, als er das neue Primordial-Album als das "Todes-Album" bezeichnete. War der Vorgänger "To The Nameless Dead" seinem Titel entsprechend heroisch, so hat "Redemption At The Puritan's Hand" wirklich einen finalen Charakter. Wenngleich auch die musikalische Handschrift Primordial's unverkennbar ist, verströmt jeder der hier vertretenen acht Songs eine Art von Endgültigkeit, etwa was die verheerende weltliche Situation der heutigen Tage in Noten beschreibt. Neben atmosphärischen Einmaligkeiten (welche Band klingt schon annähernd wie Primordial?!) wie "No Grave Deep Enough" oder dem vorab im Netz verbreiteten "Bloodied Yet Unbowed" kristallisiert sich für mich der Quasi-Titelsong "The Puritan's Hand" als fulminantes Album-Highlight heraus, welches sich nach anfänglicher "ich habe es euch ja gesagt"-Schwere in einen reißenden Midtempo-Song mit fast schon klassisch rockender Gitarrenarbeit transformiert. Solche Songs kann man nur schreiben, wenn man reinen Herzens und ohne Reue seinen Weg geht. Selbst Alan mit seinen sowohl kraftvollen, als auch (an)klagenden Vocals strotzt geradezu vor Selbstbewusstsein, hat seine Gesangsstimme förmlich verinnerlicht (grandios verzweifelt im doomigen "The Mouth Of Judas") und gibt nur noch sporadisch das schwarzmetallische Reibeisen ("God's Old Snake"). "Redemption At The Puritan's Hand" ist abermals ein fantastisches Album geworden, welches der etwas direkteren Hitdichte des Vorgängers zwar dezent nachsteht, in Sachen Atmosphäre aber jetzt schon mehr als nur ebenbürtig seinen Platz in der Primordial-Diskografie inne hat. Unbeschreiblich! (sw)

9,5/10