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PROFESSOR BLACK - LVPVS

VÖ: 05. Oktober 2018
High Roller Records

Wäre "LVPVS" nicht das zweite von drei zeitgleich veröffentlichten, stilistisch komplett unterschiedlichen Alben, sondern nur einfach eine für sich stehende Veröffentlichung, ich würde Chris Black fragen, wann er seinen letzten Termin beim Psychiater hatte. Vier rein instrumentale Songs, jeder von ihnen exakt 11 Minuten und 6 Sekunden lang, jeder eine Herausforderung an den Hörer. Riffing und Drumming bewegen sich in minimalistischen Gefilden, lenken die Songs mal hier oder da hin und entwickeln - ganz objektiv betrachtet - eine hypnotisierende Wirkung. Spannend und skurril zugleich sind dabei die Synthesizer (ich benutze extra nicht das Wort Keyboards), die mich entfernt an das erinnern, was ich als Kind an Synthie-Mucke aus den Elektro-Bereichen der NDW-Zeit vernahm. Viele deutsche Filme/Krimis hatten diesen Unterton ebenfalls. Wie sagt man heutzutage so schön: "Muss man drauf können.". Und ich bin mir sicher, dass es eine Menge Professor Black-Fans geben wird, die ihn für dieses Album steinigen möchten, ebenso viele, die es verehren werden.
Bei mir stehen am Ende drei Songs, deren Reisen ich von Zeit zu Zeit gerne mal durchlebe. Wenn doch nur der letzte Song "Every Second" so hypnotisierend mitziehen würde. So kann man am Ende wohl 75% von "LVPVS" als abstrakt spannend betiteln, was noch geltender Mathematik 7,5 Punkte ergibt. (sw)

7,5/10